#Hashtags: förderlich und hinderlich zugleich Das Doppelkreuz will gut bedacht sein

Seit 1988 schon wird das Doppelkreuz oder auch Raute in der Computerwelt genutzt. Inzwischen ist es als Vorzeichen für Schlagworte in der Social Media Welt kaum noch wegzudenken. Der Einsatz sollte jedoch sehr bewußt vorgenommen werden, um einen möglichst großen Nutzen zu haben.

Wer auf Hallig Gröde mit z.Zt. 9 Einwohnern lebt oder von dort etwas berichten möchte, wird mit dem Hashtag #Gröde von Social Media Nutzern gewiß wahrgenommen werden.

Twitter-Posts mit dem Hashtag #Gröde in einer Woche. Da wird man noch gesehen.

Etwas anders ist es da mit der Großstadt Hamburg. Wer also seine Beiträge mit dem Text #Hamburg kennzeichnet, hat kaum eine Chance über diesen Hashtag beachtet zu werden. Viel zu viele nutzen ihn, so daß im Netz innerhalb weniger Minuten extrem viele Beiträge neu entstehen und der eigene Beitrag schnell in der Timeline in den Keller rauscht.

Ein Hashtag ist also meist nur dann gut gesetzt, wenn er ein Schlagwort oder eine Aussage zu einem sehr konkreten Ereignis oder ggf. Person hat. Auch zusammengesetzte Wortschöpfungen sind natürlich möglich: #TagderBuchliebhaber

Darüber hinaus muß man beachten, daß in manchen Social Media Kanälen Hashtags förderlich sind, weil sie Nutzern helfen, ihre Vorlieben einfacher aufzufinden. In anderen Kanälen aber sind sie wiederum hinderlich, weil sich Texte schlechter lesen lassen. Auf Twitter sollten Sie nicht mehr als 2 Hashtags brauchen, bei Instagram dagegen sollten Sie sehr viel mehr verwenden. Fotos, die große Resonanz hatten, waren u.a. mit bis zu elf Hashtags versehen.

Die kalifornische Agentur Quicksprout hat das Nutzerverhalten auf unterschiedlichen Social Media Kanälen untersucht und zeigt, wo und wie der Hashtag genutzt werden sollten, um erfolgreich zu sein.

Quelle: Quicksprout

© Andreas Beer